Integrations-Studie: Fatales Signal für junge Menschen mit Zuwanderungshintergrund

(openPR) - 08.01.2007. „Die Studie zeigt wieder einmal mehr, dass man sich die ganze Zeit in einer typisch deutschen Debatte verrannt hat. Man hat sich dabei wieder mal sehr viele tolle Kriterien für Menschen mit Zuwanderungshintergrund ausgedacht, die dann in der Praxis nicht richtig funktionieren. Und jetzt – das zeigt die Studie – wird fortlaufend Enttäuschung produziert“, so Onur Yamac, Sprecher von Projekt Kennedy.

Studie: „Integration unter Vorbehalt“

In der am vergangenen Freitag erschienenen Dissertation „Integration unter Vorbehalt. Perspektiven junger Erwachsener mit Migrationshintergrund“ hatte die Autorin Dr. Barbara Schramkowski festgestellt, dass auch nach außen gut integriert wirkende junge Erwachsene mit Zuwanderungshintergrund sich selbst häufig von der Gesellschaft nicht richtig angenommen und somit auch nicht richtig zugehörig fühlen. Grund seien rassistische Zuschreibungen und Ausgrenzungen im Alltag. Dies ist das zentrale Ergebnis der an der Universität Oldenburg verfassten Studie.

Weitere Studie warnt vor fehlgeleiteter Integrationspolitik

Besonderes Gewicht erhält die vorgenannte Arbeit durch die Demografie-Studie des Berlin- Instituts für Bevölkerung und Entwicklung. Bereits diese Studie spricht davon, dass die Politik „einige der entscheidenden Faktoren, die für eine gelingende Integration unabdingbar sind, außer Acht gelassen“ hat. Gleichzeitig warnt sie: „Eine falsche Politik nach bisherigem Muster kann die Gesellschaft […] massiv destabilisieren.“

Warnung vor „Tendenz zum Quotentürken“

„Wenn wir jetzt noch nicht unsere Hausaufgaben gemacht haben, dann sollten wir das schleunigst nachholen. Integration ist keine Fragebogen-Aktion. Wenn Regeln aufgestellt werden, dann muss sichergestellt sein, dass das Ganze auch eine beiderseitige Sache ist. Denn schon bei den alten Römern galt: „Pacta sunt servanda“ – Verträge müssen eingehalten werden. Was derzeit läuft ist jedenfalls inakzeptabel – und vor allem: es funktioniert ganz offensichtlich nicht richtig. Wir haben eine Tendenz in der Gesellschaft zu Quotentürken oder Quasi-Quotentürken – nämlich Leute, die irgendwie dabei sind, aber niemals richtig dazu gehören werden. Ich wünsche mir nun, dass die selben Leute, die in Integrationsfragen sonst auch immer so leidenschaftlich ihren Mund aufmachen, diesen Unsinn beenden“, so Onur Yamac, Sprecher von Projekt Kennedy.

Rückfragen bitte an:

Projekt Kennedy
Am Staugraben 1a
26122 Oldenburg

Ansprechpartner: Onur Yamac

Tel: 0441 / 361 304-15
Fax: 0441 / 361 304-40
Mail: info@projekt-kennedy.de
Web: www.projekt-kennedy.de

Die Initiative Projekt Kennedy hat es sich zum Ziel gemacht, durch aktive Unterstützung und mittels Kampagnen Eigeninitiative und Engagement von Jugendlichen zu fördern und das verständnisvolle Zusammenleben zwischen Bürgern deutscher und ausländischer Herkunft zu verbessern. Ein Wirkungsfeld sind hierbei auch soziokulturelle Aktionsformen.



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