Neujahrsempfang des Vereins für die Geschichte Berlins e.V., gegr. 1865

"Was Du erforschet, hast Du mit erlebt." (openPR) - Der Neujahrsvortrag 2007 des Vereins für die Geschichte Berlins e.V., gegr. 1865, trägt den Titel „Kein Mitleid mit den Frauen: Die Ehefrauen Friedrichs des Großen und seines Bruders August Wilhelm – Schwestern aus dem Hause Braunschweig“ und basiert auf dem gleichnamigen Buch, das Ende 2006 im Stapp Verlag erschien.

Die Autorin Eva Ziebura berichtet am Mittwoch, dem 24. Januar 2007, um 18.00 Uhr über das nicht einfache Leben der Königin Elisabeth Christine und ihrer Schwester Louise Amalie am preußischen Hof.

Eva Ziebura wurde 1930 in Berlin geboren. Sie studierte Geschichte an der Freien Universität Berlin. Bekannt ist sie u.a. für ihre 1999 vorgelegte Prinz-Heinrich-Biografie und ihre Mitwirkung am Ausstellungskatalog "Prinz Heinrich von Preußen. Ein Europäer in Rheinsberg" im Jahr 2002.

Nach dem Vortrag wird das neue Jahr traditionell mit einem Glas Sekt begrüsst und es besteht die Möglichkeit, mit der Vortragenden und den Mitgliedern ins Gespräch zu kommen. Gäste sind herzlich willkommen!

Ort: Berlin-Saal der Zentral- und Landesbibliothek Berlin, Ribbeck-Haus, Breite Straße 36, 10178 Berlin-Mitte.

VEREIN FÜR DIE GESCHICHTE BERLINS E.V., GEGR. 1865
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Die Stadt Berlin erlebte in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts tiefgreifende Veränderungen in ihrer gesellschaftlichen Struktur und ihrem Stadtbild wie kaum eine zweite deutsche Stadt: bewundernswerte Neuerungen in technischen, wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Bereichen einerseits, unkontrollierter Zuzug von arbeits

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nden Menschen mit all seinen negativen Folgen und gedankenloser Umgang mit der historischen Substanz der Stadt andererseits. Diese ambivalente Entwicklung betrachteten jene Bürger, die sich der Geschichte der Stadt aus beruflicher und privater Neigung widmeten, mit großem Unbehagen. Im Jahr 1864 ergriffen Dr. Julius Beer, praktischer Arzt, und Ferdinand Meyer, Polizeisekretär, die Initiative, einen Geschichtsverein zu gründen, der dem Verlust an materiellen Zeugnissen Einhalt gebieten sollte.

Am 28. Januar 1865 konnten die Initiatoren zahlreiche Interessierte in der konstituierenden Sitzung für den gemeinnützigen "Verein für die Geschichte Berlins" im Café Royal, Unter den Linden, begrüßen. Oberbürgermeister Karl Theodor Seydel übernahm das Amt des Vorsitzenden. Ausdrücklich wandte man sich an alle Kreise der Berliner Bevölkerung, in denen die Anteilnahme an der Geschichte Berlins geweckt werden sollte. Durch die Förderung der heimatkundlichen Forschung unter besonderer Berücksichtigung der wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Zusammenhänge sollte das Wissen um die geschichtliche Entwicklung der Stadt erweitert und vertieft werden. Dieses Ziel hat der Verein für die Geschichte Berlins in den 140 Jahren seines Bestehens uneingeschränkt erreicht.

Durch eigene Forschung und die Vermittlung ihrer Ergebnisse legte der älteste Geschichtsverein Berlins die Grundlage für die historische Erforschung der Stadt, auf der bis in die Gegenwart die Berlinforschung beruht. Regelmäßige öffentliche Vorträge bescherten und bescheren der Geschichte Berlins ein großes Publikum und dem Verein eine positive Resonanz. Er zählt heute knapp 800 Mitglieder.

Das weit über die engere Vereinstätigkeit hinausgreifende Engagement der Mitglieder zeigen die Initiativen zur Errichtung zweier Museen, denen wir die Gründung des Märkischen Museums und nach dem Zweiten Weltkrieg das - nicht mehr existierende - Berlin-Museum verdanken. Von den vielen Persönlichkeiten, die die Vereinstätigkeit und die Erforschung der Berliner Geschichte prägten und förderten, seien der Stadtarchivar Ernst Fidicin (1802-1883), der Schauspieler und Schriftsteller Louis Schneider (1805-1878), der Photograph F. Albert Schwartz (1836-1906), die Kunsthistorikerin Margarete Kühn (1904-1995) und der Landeshistoriker Hans-Werner Klünner (1928-1999) genannt.



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