»Missio canonica« mal 21
Gottesdienst in der Kapelle des Aktionszentrums
(openPR) - Benediktbeurer Absolventen erhalten Unterrichtsgenehmigung
Am Samstag, 20. Januar 2007, haben 21 Absolventen der von der Philosophisch-Theologischen Hochschule der Salesianer Don Boscos Benediktbeuern (PTH) angebotenen »Zusatzqualifikation Religionspädagogik« (ZRP) die vorläufige Erlaubnis zur Erteilung von katholischem Religionsunterricht (»Missio canonica«) erhalten. Aufgrund der Kooperation der PTH mit der Katholischen Akademie Domschule Würzburg können sie nun in allen deutschen Diözesen nebenamtlich an Grund-, Haupt- und Sonderschulen Religion unterrichten.
Die 21 jungen Leute, unter ihnen drei Männer, hatten zuvor als Studierende der Sozialen Arbeit an der von der Katholischen Stiftungsfachhochschule angebotenen dreisemestrigen »Theologischen Zusatzausbildung« teilgenommen. Im Anschluss daran belegten sie an der PTH den religionspädagogischen Kurs und hielten erste Lehrproben ab.
Die Feier zur Übergabe der Urkunden begann mit einer Heiligen Messe in der Kapelle der Benediktbeurer Jugendbildungsstätte Aktionszentrum. Hauptzelebrant Pater Dr. Josef Weber ging in seiner Predigt vom Tagesevangelium aus und sagte, dass die ZRP-Absolventen begeistert und glaubwürdig ihren Dienst versehen sollten. Außerdem sollten sie besonders auf die Kinder und Jugendlichen achten, die sich nicht auf der Sonnenseite des Lebens befänden.
Joachim Herten von der Katholischen Akademie Domschule Würzburg betonte in seiner Ansprache, dass die jungen Leute an einem Ort studiert hätten, der sich »zwar durch ländliche Abgeschiedenheit, aber auch durch kulturelle Offenheit« auszeichne. In ihrer zukünftigen beruflichen Praxis bräuchten sie sich nicht allein zu fühlen, da die Gemeinschaft der Kirche sie tragen und begleiten könne.
Oberstudiendirektor Ludwig Rendle, der die Urkunden überreichte, wies darauf hin, dass heutzutage in vielen Familien kaum noch religiöse Erziehung stattfinde. Daher, so der Leiter des Schulamtes der Diözese Augsburg, komme dem schulischen Religionsunterricht eine ganz wichtige Rolle zu, für welche die Benediktbeurer Absolventen mit ihrer Doppelqualifikation sehr gut vorbereitet seien.
Jugendpflegerin und Religionslehrerin
Die Sozialpädagogin Fabiola Miller (35) gehört zu den diesjährigen ZRP-Absolventen. Sie schätzt es, dass sie über zwei berufliche Standbeine verfügt und die in Benediktbeuern erworbenen sozial- und religionspädagogischen Kompetenzen miteinander verknüpfen kann. An der Regionalstelle für kirchliche Jugendarbeit in Weilheim hat sie eine halbe Stelle als Jugendpflegerin, an der Hauptschule in Peißenberg eine weitere halbe Stelle als Religionslehrerin.
»Die Zusatzqualifikation Religionspädagogik ist zum einen für meine schulische Tätigkeit notwendig. Aber auch bei der Arbeit als Jugendpflegerin hilft sie mir sehr, etwa wenn ich Jugendleiterschulungen durchführe und Wortgottesdienste vorbereite. Und es ist gut, dass ich auf die Fragen Jugendlicher theologisch fundierte Antworten geben kann«, so die gebürtige Schwäbin.
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Im ehemaligen Benediktinerkloster Benediktbeuern (60 km südlich von München am Rand der Alpen gelegen) betreibt der Orden der Salesianer Don Boscos seit 75 Jahren verschiedene Jugend- und Bildungseinrichtungen, u. a. eine Philosophisch-Theologische Hochschule www.pth-bb.de, ein Jugendpastoralinstitut www.jugendpastoralinstitut.de, eine Jugendbildungsstätte www.aktionszentrum.de und ein Zentrum für Umwelt und Kultur www.zuk-bb.de. Informationen zum Kloster und zu allen Einrichtungen gibt es im Internet unter: www.kloster-benediktbeuern.de
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